Das Überwaldmuseum

Das Museum befindet sich in dem historischen Fachwerkrathaus (bezeichnet: 1594) von Wald-Michelbach. In seinem Foyer sind alte Grenzsteine, zum Beispiel der „Adlerstein“ von 1792, aufgestellt.

Der überwiegende Teil der Ausstellungen vermittelt Einblicke in die vergangene Arbeitswelt der Region. Zum Beispiel wird an die Imkerei, in der früher Strohkörbe verwendet wurden, erinnert. Utensilien zur Hausschlachtung verweisen auf die in vergangenen Zeiten übliche Selbstversorgung der Bevölkerung.

Weiterhin werden verschiedene historische Handwerke vorgestellt. Die Küferwerkstatt stammt von dem letzten Küfer am Ort, Georg Gassert (1897–1978). Neben den Arbeitsstätten eines Sattlers und eines Schuhmachers ist die einfache Einrichtung und Ausstattung einer Schneiderwerkstatt zu besichtigen. Ein eigener Bereich widmet sich dem Bergbau im Überwald (Abbau von Eisenerz, Mangan und Schwerspat), der seine Blütezeit im Zeitraum von 1895 bis 1912 erlebte.

Im einstigen Ratssaal im ersten Geschoss geht es um die Nutzung des Waldes und des Rohstoffes Holz. Hier erfährt der Besucher Näheres über einen ehemals wichtigen Nebenerwerb in der Region: die Gewinnung und den Verkauf von Eichengerbrinde. Zudem werden die Tätigkeiten der Korbmacher, Besenbinder, Rechenmacher, Schindler, Köhler (Modell eines Meilers zur Gewinnung von Holzkohle) und der Steinhauer (Sandstein, Granit) sowie die Waldarbeit vorgestellt.

Drei Schulbänke mit Tintenfässern, eine Tafel, Wandbilder und anderes veranschaulichen die Situation in einer alten Dorfschule.


Im obersten Stockwerk befindet sich das Karrillon-Zimmer zu Ehren von Adam Karrillon, Wald-Michelbacher Schriftsteller und erster Büchner-Preis-Träger.

Mineraliensammlung

Ganz neu präsentieren wir eine umfangreiche Mineraliensammlung mit Fundstücken aus Wald-Michelbach sowie Exponaten aus der näheren Umgebung. Die Fundstücke stammen aus der Sammlung des früheren Bergwerksdirektors Vollmer aus Wald-Michelbach. Sie dokumentiert die geologische Vielfalt von Wald-Michelbach und seine Bedeutung innerhalb der Geoparkregion.

Kleiderbügelmuseum

Als Besonderheit des Museumsbestandes sind die etwa 500 Kleiderbügel zu erwähnen, von denen der Großteil aus einer Sammlung der Coronet-Werke am Ort stammt. Zwei Räume im zweiten Geschoss enthalten über 200 Kleiderbügel aus aller Welt in verschiedenen Materialien und Formen.

Öffnungszeiten

Dienstag, Freitag, Samstag, Sonntag

15:00 bis 17:00 Uhr

 

Gruppenführungen auch außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage.

Kosten

2 EUR p.P. Kinder bis 14 Jahre frei

Gruppenpauschalen auf Anfrage

Ansprechpartner

Anneliese Daub
Telefon: 06207 947-133

Adresse

In der Gass 17
69483 Wald-Michelbach

Telefon: 06207 1492 (während Öffungszeiten)

Kontaktformular

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